Monat: September 2011

Kamui – The Last Ninja

Das es Mangas bereits in der Vergangenheit gab und keineswegs eine Neuerscheinung in diesem Jahrhundert sind, wissen wir ja schon lange. Und ebenfalls wissen wir, dass aus mehreren Mangas bereits Live Action Movies gemacht wurden.
Um so beeindruckender ist es, dass folgender Film erst 2009 gedreht wurde, wo doch der Manga bereits 1964 erschien und die Anime-Adaption schon 1969 folgte.

Wir befinden uns in Japan im 17. Jh.
Der kleine Kamui wächst in einer enorm strengen Hierarchi auf, in der er nicht als Mensch sondern bestenfalls wie dreck behandelt wird.
Um diesem grausamen Leben zu entkommen, beschließt er, ein Ninja zu werden, in der Hoffnung, irgendwann als Mensch akzeptiert zu werden.
Doch nachdem er zu einem starken Krieger wurde und laut dem Gesetz der Ninja Menschen töten muss, beschließt er, dieser Lebensweise den Rücken zu kehren und wird zu einem Abtrünnigen.

Von nun an befindet er sich permanent auf der Flucht vor den anderen Ninja, die ihn jagen und fest entschlossen sind, ihn zu töten.
Deshalb kann er es auch nicht vermeiden, einige von ihnen aus dem Weg zu räumen, auch wenn er dies eigentlich nicht will.
Eines tages trifft er auf einen Mann namens Hanbei, der ihn nach einigen Schwierigkeiten bei sich aufnimmt. Kamui lebt eine Zeit lang ein firedliches Leben im Dorf von Hanbeis Familie und fühlt sich zum ersten Mal wie ein echter Mensch.

Doch leider findet Kamui auch hier keine Ruhe, denn auch dem Dorf steht Unheil bevor, von dem Kamui noch nichts weiß.
Wie die ganze Sache ausgeht findet ihr am besten selbst heraus, schließlich will ich ja nich alles hier verraten ^.-

Aus Japan und Umgebung gibt es ja so einige Ninja-Filme, die ihren Weg nach Europa geschafft haben, auch wenn diese leider nur ein kleines Publikum ansprechen.
Das hat jedoch auch seinen Grund, sei es die Handlung, Effekte etc.
Viele finden jedoch, dass Kamui – The Last Ninja der Beste bzw. einer der besten Ninjafilme ist. Ebenso wie manche diesen Film einfach nur kritisieren.
Werfen wir nun mal einen kleinen kritischen Blick auf diesen Film:

Was zu allererst auffällt ist, dass an Kamui irgendetwas anders ist. Aber was ?
Die Handlung ? Die Action ? Die Effekte ?
Fakt ist, dass man versucht hat, sich in vielerlei Hinsichten an die Manga- bzw. Anime-vorlage zu halten. So gibt es weite Sprünge und hier und da ein paar Doppelgänger (was ja eigentlich ganz positiv ist).
Die Kampfszenen sind jedoch leider etwas schwach ausgefallen, da diese meist mit 1-2 Hieben erledigt sind und es oftmals so wirkt, als wäre der Hauptdarsteller der Einzige, der kämpfen kann.
Von der Handlung her ist Kamui zwar schon interessant, aber leider kommt das Ende doch ziemlich plötzlich und wirkt ein wenig eigenartig. Allerdings lässt das Ende jedoch auf eine Fortsetzung hoffen.
Abgesehn davon kann man sich eigentlich nicht wirklich beschwern, auch wenn es kaum auffällt, das viel Geld in die Effekte gelegt wurde (Ich kann mich irren, aber ich persönlich merk keinen großen Effektunterschied im Vergleich zu anderen Filmen).

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Mein Fazit: Ob Kamui nun der beste Ninja-Film aller Zeiten ist oder nicht, sei jedem selbst überlassen. Der Film bietet durchaus schöne Bilder udn ist gut synchronisiert. Letzten Endes haben wir einen Ninja-Film, der sich von seinen Kollegen ein wenig abzugrenzen scheint. (^.^)

 

Serial Experiments Lain

„Der Mensch existiert nur in den Gedanken der anderen.“
Diese These ist sozusagen der Dreh- und Angelpunkt dieser futuristischen Serie.
Futuristisch, weil trotz des Entstehungsjahres 1998 ein durchaus realistischer Blick in die Zukunft gewährleistet wird. Denn Serial Experiments Lain spielt in einer Zeit, in der die Menschen untereinander bereits so sehr vernetzt sind, dass man das Internet als alternative Realität betrachten kann.

Mitten in dieser Welt lebt Lain Iwakura.
Sie ist ein schüchternes Mädchen, das sehr zurückgezogen lebt und sich von der Außenwelt abkapselt. Zudem zeigt  sie auch nur wenig Interesse an Computern und dergleichen.
Doch dann erhält sie eines tages eine E-Mail von einer toten Mitschülerin.
Und von da an, ändert sich ihr Leben Schlag auf Schlag.

Um sie herum geschehen Merkwürdige Ereignisse und viele Leute kennen Lain bereits aus dem „WIRED“ (eine Art Internet wenn man so will), obwohl sie sich dort jedoch nicht rumtreibt.
Schnell kommt der Verdacht auf, dass eine zweite Lain existiert, doch langsam zweifelt unsere Lain an ihrer eigenen Existenz.
Schließlich steigert sich lain immer mehr in die virtuelle Welt hinein und grenzt sich noch mehr von der Außenwelt ab als zuvor.

In diesem Sinne beschäftigt sich der Anime mit vielen tiefgehenden, hoch philosophischen Fragen.
Die Grenze zwischen Virtualität und Realität beginnt dünner zu werden und wenn man als Zuschauer nicht ausreichend mitdenkt, kommt man schnell durcheinander.
Und genau dort liegt auch der Knackpunkt, denn wenn man nicht mitdenkt, versteht und sich nicht dem Thema sagen wir mal hingibt, kann es sein, dass man abgeschreckt wird.
Das Beste an diesem Anime ist jedoch, dass wenn man das Ende kennt, man ihn immer wieder unter einem anderen Gesichtspunkt anschauen kann.
Dies bewirkt, das sich bei jedem Mal gucken, dem zuschauer neue Möglichkeiten gezeigt werden.

So gesehn ist es schade, dass Serial Experiments Lain gerade einmal 13 Folgen hat.
Aber dafür ist diese Serie ein weiterer Beweis dafür, dass Animes keineswegs nur für Kinder wären. (an dieser Stelle ein scharfer Blick auf alle, die dieses Genre mit vorurteilen treten.)

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Mein Fazit: Interessante Charaktere, interessante Handlung und äußerst kreative, interessante Ideen und Ansätze. Einfach perfekt ! <(*__________*)>

Steins; Gate

Wer von uns hat nicht schon ein Mal davon geträumt, in die Zeit zurückzureisen und einige Fehler oder Ereignisse ungeschehn zu machen ?
Wer würde nicht davon schwärmen, sein Leben noch ein Mal zu Leben und andere Entscheidungen zu treffen ?
Doch was wäre, wenn wir dies tun könnten ?
Wie groß wären die Veränderungen, selbst wenn es nur kleine Abweichungen gibt ?
Und wäre es möglich, eine Veränderung wieder rückgängig zu machen, ohne das neue gravirende Unterschiede zu vorher entstehen ?
Um all Das und noch viel mehr dreht sich der neue und zugleich einer der besten Animes in diesem Jahr – Steins; Gate.

~Sommer 2010 in Akihabara, ein Jahr nach den Geschehnissen von Chäos; Head.~

Der selbsternannte verrückte Wissenschaftler Okabe Rintaro ist wie besessen von der Vorstellung, dass Zeitreisen tatsächlich möglich sind.
In seinem „Labor“ arbeitet er mit seinem besten Freund Itaru (Spitzname: Daru) an der Entwicklung von sogenannten „futuristischen Geräten“, mit dem Versuch, die Zeit zu beeinflussen.
Eines Tages nimmt Rintaro an einer Diskussionsrunde Teil, bei der es darum geht, ob Zeitreisen möglich sind. Dabei gerät er in ein kleines Streitgespräch mit Makise Kurisu.
Doch nur ein paar Stunden später findet Rintaro sie tot auf.

Voller Schreck sendet er eine Nachricht, die er jedoch versehentlich, ohne es zu wissen, in die Vergangenheit schickt und staunt deshalb nicht schlecht, als Kurisu plötzlich wieder am Leben ist.
Er rekrutiert sie kurzerhand und ernennt sie zum Labormitglied.
Zunächst hält sie nicht viel davon und will wieder verschwinden, doch Mayuri – Rintaros Kindheitsfreundin und zugleich „Geisel“ – schafft es, Kurisu von der Mitgliedschaft zu überzeugen.

Gemeinsam mit Kurisu und Itaru stellt Rintaro fest, dass er mit Hilfe seiner „Telefon-mikrowelle“ (temporärer Name), Nachrichten in die Vergangenheit schicken kann.
Überwältigt von dieser Erkenntnis starten er und seine freunde auch ein paar Versuche bzw. Experimente.

Doch schon bald gerät alles aus den Fugen, denn die Experimente bringen ungeahnte Veränderungen mit sich.
Aus harmlosen Kleinigkeiten werden schnell ernst zu nehmende unterschiede und nach kurzer zeit ist nichts mehr so, wie es mal war. Doch das ist erst der Anfang !
Denn Rintaro ahnt zu diesem Zeitpunkt noch nicht einmal, welche grauenhaften Folgen, sein Handeln nachziehen soll…

Was wird wohl geschehen ?
Wie ernst wird die Lage ?
Können die Veränderungen gestoppt oder rückgängig gemacht werden ?
Welche Rolle spielen dabei der „Sern“-Konzern sowie der mysteriöse John Titor ?
Und was verbirgt sich tatsächlich hinter All den Geschehnissen ?

Zunächst einmal ist zu bemerken, dass Steins; Gate seinem Vorgänger Chäos; Head in sachen Sound, grafischer Umsetzung, komplexer Story und dem Sci-fi-Mystery-Thriller-Mix in Nichts nachsteht.
Es gibt wieder einmal interessante Charaktere und ebenso interessante Theorien, die in die Praxis umgesetzt werden. Denn laut eigener Aussage der Entwickler, soll dieser Anime zu 99% auf wissenschaftlichen Fakten und einem Prozent Phantasie beruhen (Der Anime basiert auf einem Compuerspiel und einer Light-Novel-Serie).
Ob sie dieses Versprechen eingehalten haben muss jeder für sich entscheiden.
Tatsache ist jedoch, dass Steins; Gate zwar doppelt so viele Folgen wie sein Vorgänger hat (24) aber dafür leider auch mehr Anlaufzeit benötigt.
Die ersten 2-3 Folgen sind noch nicht besonders fesselnd – besonders wenn man durch Chäos; Head bereits hohe Erwartungen gesetzt hat – doch nach und nach wird die Serie immer spannender und sommit auch fesselnder. Wenn man anfangs noch nicht überzeugt ist, wird man schon nach kruzer Zeit förmlich mitgerissen.

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Mein Fazit: Ein mehr als würdiger Nachfolger und großartiger Anime, der zu den favoriten dieses Jahres zählt. <(*__________*)>